Typ-II-Diabetes: Prävention und Rückbildung durch Lebensstilveränderung

Teil 1: Entstehung und Folgen eines Typ-II-Diabetes

Nicht selten diagnostizieren wir bei unseren Gesundheits-Check-ups Zuckerstoffwechselstörungen unterschiedlicher Ausprägung bis hin zur manifesten Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus). Meistens haben die Betroffenen selbst ihre Stoffwechselerkrankung noch gar nicht bemerkt, da beim Diabetes lange keine Beschwerden bestehen. In der Regel handelt es sich um einen ein Typ-II-Diabetes, bei dessen Entstehung die Lebensführung eine wesentliche ursächliche Rolle spielt. Wir erörtern daher in unseren Gesprächen ausführlich sinnvolle Veränderungen des Lebensstils, die ich im zweiten Teil meines Artikels näher darstellen werde. Um den Einfluss der Lebensführung auf den Zuckerstoffwechsel zu verstehen, möchte ich an dieser Stelle zunächst auf die Entstehung (Pathophysiologie) des Typ-II-Diabetes eingehen.

Teil 1: Typ-II-Diabetes: Prävention und Rückbildung durch Lebensstilveränderung

Was ist Typ-II-Diabetes?

Anders als beim Typ-I-Diabetes, bei dem die insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeichel-drüse meistens schon in jungen Jahren durch Autoantikörper zerstört werden und daher ein Insulinmangel besteht, liegen die Probleme beim Typ-II-Diabetes primär nicht bei der Insulinproduktion der Bauchspeicheldrüse.

Beim Typ-II-Diabetes (über 90% aller Diabetiker) liegt – neben einer oft vorhandenen genetischen Disposition – in der Regel ein mehr oder weniger ausgeprägtes Übergewicht mit Vermehrung des für den Stoffwechsel ungünstigen Bauchfettgewebes vor. Das Übergewicht hat sich meistens allmählich über viele Jahre durch eine unausgeglichene Energiebilanz (Kalorien-Überschuss) und ungünstige Ernährung entwickelt. Diese Ernährung mit zu viel Zucker bzw. Kohlenhydraten, geht häufig mit hohen Insulinspiegeln einher, die beim Typ-II-Diabetiker zum allmählichen Nachlassen der Insulinwirkung in den Organen, beispeilsweise in der Leber, führen.

Was geschieht beim Typ-II-Diabetes im Körper?

Die nachlassende Insulinwirkung wird als Insulinresistenz bezeichnet und ist bei den Laborwerten am erhöhten HOMA-Index erkennbar. Die Bauchspeicheldrüse versucht den Zucker dennoch zu normalisieren und die Insulinresistenz durch die Produktion von noch mehr Insulin zu kompensieren. Dies gelingt für einige Zeit. Der erhöhte Insulinspiegel führt aber zu einer weiteren Verschlechterung der Insulin¬wirkung. So lässt durch die Insulinresistenz die hemmende Wirkung des Insulins auf die körpereigene Zuckerproduktion nach – der Blutzucker steigt an. Da Insulin nicht nur im Zucker- sondern auch im Fettstoffwechsel Wirkungen besitzt, kommt es außerdem zu einer im Ultraschall regelmäßig erkennbaren Leberverfettung, die wiederum die Insulinresistenz verstärkt. Der Teufelskreis aus hohem Blutzucker, hohem Insulinspiegel und nachlassender Insulinwirkung wird so weiter angetrieben.

Folge- und Begleiterkrankungen

Bei vielen Menschen mit Insulinresistenz besteht nicht nur ein bauchbetontes Übergewicht, sondern es kommt durch die Insulinresistenz auch zu weiteren Gesundheitsproblemen. Deren Gesamtheit wird als metabolisches Syndrom bezeichnet (Metabolismus = Stoffwechsel). So finden sich typischerweise häufig zusätzlich auch ein Bluthochdruck sowie eine Fettstoffwechselstörung mit Erhöhung der Neutralfette, der sogenannten Triglyceride, und niedrigen Spiegeln des „guten“ HDL Cholesterins. Das metabolische Syndrom erhöht als Kombination mehrerer kardiovaskulärer Risikofaktoren das Risiko für frühzeitige Herz- und Gefä߬erkrankungen, wie z. B. Herzinfarkt oder Schlaganfall.

Typ-II-Diabetes vorbeugen, lindern und sogar beseitigen

Dabei lassen sich sämtliche Komponenten des metabolischen Syndroms, das wegen seiner Abhängigkeit vom Lebensstil auch als Wohlstands-Syndrom bezeichnet wird, durch eine Änderung der Lebensführung bessern und sogar vollständig beseitigen. Wie dies zu erreichen ist, wird im zweiten Teil des Artikels erläutert.

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